PC085 Dr. Yael Adler - wie lerne ich, meinen Körper zu lieben?

In der 85. Ausgabe des PsychCast haben wir Dr. Yael Adler als Gast. Alexander spricht mit der bekannten Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Tabu-Expertin und Bestsellerautorin über Vitamin D, Milch, Psychosomatik, Ästhetische Chirurgie, Botox, Bindung, Spiegelneuronen, zerspritzte Hautarztgesichter, Pornos, Ekel-Toiletten, das Schnarchen, Füße, Peinlichkeiten beim Arzt, Penisse, Vulven, das Pupsen, wie man sich lieben lernt, vieles andere und darüber, warum weniger oft mehr ist.

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Lieben Dank und Gruß an den PsychCast-FREUNDESKREIS.

Viel Spaß beim Hören dieser Episode.

PC084 Was können wir von der Perspektive der Betroffenen lernen?

Im 84. PsychCast spreche ich mit Jessica, die unter https://troublebrain.blog über ihre Schizophrenie-Erkrankung spricht. Sie erklärt, wie das EX IN-Programm läuft und spricht über ihre Erfahrung als Schizophrenie-Patientin. Im letzten Drittel des Interviews erklärt sie uns, wie man in einer akut psychotischen Krankheitsphase mit akut vorhandenem Wahn dennoch einen Bezug zur Realität erhält.

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PC082 Breaking News: Update zur Reform der nicht-ärztlichen Psychotherapeutenausbildung

Am vergangenen Mittwoch hat das Kabinett dem Gesetzesentwurf zur Reform der psychologischen Psychotherapeutenausbildung zugestimmt. Wir hatten in der viel diskutierten Folge PC079 über den damaligen Stand, den Referentenentwurf zu diesem Gesetz, gesprochen. In der nun verabschiedeten Version bleibt es bei einem Direktstudium, auch die gesicherte Finanzierung des PiA Zeit bleibt, es gibt zum Glück aber drei Änderungen, die wesentliche Kritikpunkte am Entwurf aufnehmen.

  • Es wird keinen Modellstudiengang “Psychopharmakologie” geben
  • Die Berufsbezeichnung “Psychotherapeut” darf weiterhin auch von anderen Berufsgruppen, die nicht den Direktstudiengang absolviert haben, verwendet werden, Ärzte dürfen dann “Ärztlicher Psychotherapeut” oder einfach “Psychotherapeut” heißen
  • Die somatische Konsiluntersuchung vor Beginn einer Psychotherapie bleibt weiterhin verpflichtend.

Das sind sehr vernünftige und erfreuliche Änderungen des Gesetzesvorhabens. Damit kann man leben…

Schließlich stellen wir ein Missverständnis klar, dass sich auf Twitter breit gemacht hat: Wir vom PsychCast glauben nicht, dass Ärzte unbedingt die besseren Psychotherapeuten sind und wollten Psychologische Psychotherapeuten niemals irgendwie in ihrer Kompetenz herabwürdigen.

Hört euch unsere 15-minütige Breaking-News Folge unbedingt an!

PC080 Notfallmedizin mit Philipp von Nerdfallmedizin

Im 80. PsychCast haben wir Philipp von den großartigen Nerdfallmedizinern bei uns zu Gast. Wir sprechen über die im Rettungsdienst am häufigsten anzutreffenden psychiatrischen Notfälle, namentlich Intoxikationen, Suizidalität und akute Psychosen. Außerdem sprechen wir über die Schnittstellen zwischen der Psychiatrie und der Notfallmedizin.

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PC079 NEIN zum geplanten nicht-medizinischen Versorgungssystem für die Seele!

Aufgrund der drohenden Gefährdung für Patientinnen und Patienten haben wir als Podcast für Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik uns entschieden, zum vorliegenden Referentenentwurf für das so genannte Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz Stellung zu beziehen.

Das Bundesministerium für Gesundheit plant derzeit ein Gesetzt, mit dem ein tiefgreifender Wandel in der Versorgung und Behandlung psychischer Erkrankungen beginnen würde. Um sich Psychotherapeut nennen zu dürfen, bräuchte man dann keine Psychotherapie-Ausbildung mit Ausbildungstherapien, Supervision und Selbsterfahrung mehr. Es gäbe ein Bachelor- und Masterstudium, das zwar mit dem Titel “approbierter Psychotherapeut” abschließen würde, jedoch nicht zur psychotherapeutischen Behandlung qualifizieren würde. Aber ein Bißchen Versorgung, ein bißchen Reden, sozusagen eine “Grundversorgung psychisch Kranker” wäre möglich. Ebenso soll erprobt werden, dann von diesem neuen “Psychotherapeuten” auch Medikamente verordnen zu lassen, damit die Patienten dann nicht extra nochmal zum Arzt müssen… Verordnung von hochkomplexen Medikamenten ohne Medizinstudium? Wir sagen NEIN! Und wir greifen eine häufig angeführte Gegenkritik der Befürworter des neuen Gesetztes gleich auf, die da heißt “Ärzte geben ja selber viel zu viele Medikamente und arbeiten nicht sorgsam”. Das gibt es ganz sicher, aber betrifft die meisten Ärzte eben nicht! In unseren beruflichen Umfeldern wird nach dem Medizinstudium und jahrzehntelanger Berufserfahrung sehr differenziert und zurückhaltend mit Medikation umgegangen. (Es gilt dann beim Erlernen der Pharmakologie, wie auch sonst immer: Je mehr man weiß, desto mehr weiß man, was man nicht weiß.)

Der PsychCast lehnt den Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form strikt ab. Eine bessere Vergütung der Psycholog/innen im Praktikum sowie mehr Rechtssicherheit unterstützen wir hingegen.
Leider beinhaltet der Entwurf viel mehr, als nur eine angemessene Vergütung. Hier geht es – teilweise verschleiert, teilweise offen – um das Erreichten eines eigenen “psychologischen Versorgungssystems” für die Seele, das der Medizin gegenüberstehen soll. Das ist vom Ansatz her schon falsch, da die Forschung der letzten 10 Jahre deutlicher denn je zeigt, dass Körper und Seele eins sind, jedes Denken mit Biologie einhergeht. Viel gravierender ist jedoch, dass die erforderlichen Kenntnisse um eine wissenschaftlich fundierte Psychotherapie als Behandlung einer psychischen Erkrankung durchführen zu können, nicht in 4 Semestern Masterstudium vermittelt werden können, von denen eins auf die Masterarbeit entfällt. Das vorherige Bachelor-Studium würde 3 Jahre dauern und wäre offenbar der jetzigen Psychologie sehr ähnlich – soll es nämlich an den Fakultäten unterrichtet werden, in den jetzt Psychologie gelehrt wird.
Weitere Punkte von uns hört Ihr in der Episode – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


Übrigens: Wir schätzen sehr die heutige Kooperation und freundschaftliche Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten, Psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und -therapeuten.
Unsere Vorstellung ist es, an der Diversität der Menschen im Beruf der Psychotherapeutinnen und an der Vielfalt der Qualifikationen festzuhalten!
Tiefgreifende Veränderungen in der Versorgung psychischer und psychosomatischer Krankheiten gehören für uns fachübergreifend, offen und umfangreich diskutiert, bevor solch unabsehbare Veränderungen für die Patientinnen und Patienten umgesetzt werden.

Stellungnahmen zum Weiterlesen:

Bundesärztekammer als Stimme der deutschen Ärzteschaft
Stellungnahme des BDPM
Stellungnahme der DGPPN

PC078 Therapieziele

  • Ziele von Psychotherapie: nachhaltige Verbesserung des seelischen, geistigen und/oder körperlichen Befindens.
  • Ziele sind pos. Bild der Zukunft, Bilder Prozess und Bezugsrahmen
  • Schwammige vs. klare Therapieziele
  • Implizite und explizite Ziele
  • Wesentliches Prognosekriterium: gemeinsame Ziele A+P (Grawe)
  • Hilfe bei der Zielformulierung (nicht: keine Ziele, keine PT -> Prozess)
  • Was sind gute Ziele -> SMART
  • Therapieziele VT vs. Therapieziele psychodynamisch (Verhalten vs. Erleben)
  • PD: Hauptproblem + zentrale Hypothese = Fokus

Alex Fundstück

“Resonanzphänomene” – was ein anderer Körper uns zusendet / via Gehirn / Prof. Joachim Bauer – “Resonanz in Psychotherapie und Pädagogik” (Neurobiologe, Arzt, Psychotherapeut)

Im heutigen PsychCast beschäftigen wir uns mit Therapiezielen aus Sicht der VT, der TP und aus unserer eigenen Erfahrung. Dabei sprechen wir unter anderem über diese Punkte:

PC077 Kochen mit Leib und Seele: die Jahresbegrüssungsfolge 2019

Zum Jahresbeginn starten wir entspannt in den PsychCast und sprechen – so subjektiv wie möglich – über das Kochen und seine Effekte auf Leib und Seele. Uns würde unheimlich interessieren, von Euch zu lesen, ob Ihr gerne kocht, und ob Ihr es eher als kraftgebend und ausgleichend oder sogar als anstrengend erlebt.
Folgende Artikel erwähnen wir dabei:
Kitchen Therapy: Cooking Up Mental Well-Being
The Very Real Psychological Benefits Of Cooking For Other People
und das Buch Jesper Juul: Familientisch – Familienzeit

Leilas/Jans Fundsache der Woche: https://yearcompass.com/press
Alex Fundsache der Woche: Interstellar Film

Unsere Lieblingsapp (Kooperationspartner): BLINKIST – das Beste aus über 2500 Sachbüchern auf Dein Smartphone!

In der nächsten Folge geht es dann um Therapieziele – habt Ihr Fragen dazu?
Viel Spaß von Alex und Jan

jungUNDfreudLos!

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Auf unserem Hörertreffen in Berlin haben wir Ismene und Sebastian, Assistenzärztin und Assistenzarzt an der Psychiatrischen Klinik der Uni Freiburg kennengelernt. Die beiden machen den Podcast „jungUNDfreudLos!“, der sich unter anderem an junge Ärzte und Studenten richtet, aber auch für alle anderen an der Psychiatrie Interessierten spannend sein kann. In den meisten Folgen werden Experten zu einem bestimmten Thema interviewt, bislang sind Folgen zu den Themen Autismus, Essstörungen, Borderline und Depression erschienen.
Der Name ist mit etwas Glück zu dechiffrieren: Jung und Freud waren ja berühmte Psychoanalytiker, UNDLOS! gehts mit einem frischen Blick auf die Psychiatrie.
jungUNDfreudLos! findet ihr hier. Hört mal rein!