PC163 Ambulante Psychotherapie: Erwartung und Realität – ein PsychCast-Essay aus der Praxis
Persönliche Gedanken – kein Ratgeber, keine Leitlinie, sondern wie ich es nach knapp zwanzig Jahren in Psychosomatik und Psychotherapie sehe. Zwischen dem, was wir von Psychotherapie erwarten, und dem, wie sie in der Praxis funktioniert, klafft manchmal eine Lücke. Ich gehe in dieser Folge ein paar Sätzen nach, die ich immer wieder höre – „Ich wollte schon immer mal eine Therapie machen“, „Ich brauche jemanden, der mich begleitet“, „Das Symptom soll weg“. Mir geht es dabei ausdrücklich nicht darum, jemandem einen Denkfehler nachzuweisen. Im Gegenteil: Die meisten dieser Erwartungen sind kluge Versuche, sich in einer zunehmend psychologisierten Kultur und einem knappen Versorgungssystem zurechtzufinden. Die Frage, die mich umtreibt, richtet sich an dieses System – nicht an die, die Hilfe suchen. Unterwegs landen wir bei ein paar Dingen, die mir wichtig sind: warum Therapie eher ein Neuanfang ist als eine Begleitung. Warum man Gesundheit nicht erarbeiten kann, sondern – wie beim Einschlafen – nur die Bedingungen dafür herstellt. Und warum eine Gruppentherapie keine Budgetversion der Einzeltherapie ist, sondern etwas ganz Eigenes.
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Hier ist die Folge mit Video:


