Fotoband über Räume von Psychotherapeuten in New York

Liebe PsychCast-HörerInnen und FreundInnen,

ich melde mich kurz aus der Sommerpause und hoffe, Euch geht es gut. Während des heissen Berliner Sommers habe ich Dr. Sebastian Zimmermann getroffen, der als deutscher Psychiater und Psychotherapeut in New York arbeitet und der bereits in der PsychCast-Folge 56 unser Gast war.

Seit seinem Besuch im PsychCast ist er ein Freund geworden, er hat mir eine neue Version seines Bildbandes FIFTY SHRINKS mitgebracht, die jetzt neu auf Deutsch erschienen ist, und die wirklich sehr cool geworden ist. Einige der Texte der 50 portraitierten Psychotherapeuten wie u.v.a. Otto Kernberg MD, Albert Ellis PHD und Jamieson Webster PHD wurden auch komplett neu arrangiert.

Wer sich für den psychotherapeutischen Praxisraum interessiert, der ein geschützter Ort ist, an dem Geheimnisse preisgegeben werden und tiefverborgende Gefühle offenbart werden können, kann sich das Buch hier näher ansehen:

Die deutsche Ausgabe von “FIFTY SHRINKS” ist bei Kohlhammer erschienen.

Beim nächsten Mal wird Sebastian dem PsychCast wieder ein Interview geben und aus der New Yorker Psychoanalyse-Szene berichten, u. a. werde ich ihn nach der New Yorker Vereinigung “Das Unbehagen” befragen.

Einen schönen Restsommer wünscht Euch
Alex vom PsychCast

PC091 Darf mein Therapeut die Therapie abbrechen? (Hörerfragen-Folge)

In der 91. Ausgabe des PsychCast haben Jan und Alex quality-time und zwar zusammen mit Euch, denn wir beantworten einige Eurer Hörer-Fragen.

2 kurze Shownotes:

Arzt vom Hausärzteverband in Bayern spricht über Merkel

Ärzteblatt-Artikel über Abbruch einer Psychotherapie

Um den PsychCast zu unterstützen und langfristig am Leben zu erhalten hast Du die Möglichkeit Mitglied im PsychCast-FREUNDESKREIS zu werden oder uns (beliebig viel) Geld zu überweisen auf folgendes Konto:

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Danke für Eure Unterstützung und viel Spaß beim Zuhören!

PC090 Sina spricht über Mut und Magersucht

Wie kann man es schaffen, Krankheitsverhalten abzubauen? Woher nimmt man die Kraft, sich auf den Weg in eine Klinik, Tagesklinik oder ambulante Psychotherapie zu begeben? Mit welcher Haltung kann es gelingen, eine psychosomatische Krankheit zu überwinden?

In der 90. Folge des PsychCasts haben wir Sina zu Gast. Sie hat sich mit dem Themenwunsch “Mut” an den PsychCast gewendet. Weil Sina selber sehr erfolgreich gegen eine Magersucht kämpft und herausgefunden hat, wie wichtig Mut in solch einer Situation ist, haben wir sie zum Gespräch eingeladen. Sie berichtet uns sehr offen wie es ist, an einer Anorexie zu leiden und wie wichtig Mut ist, um sich davon zu befreien.

Im zweiten Teil dieser Ausgabe beschreibt Sina, die selber Psychologie studiert, was man in diesem Studium lernt und was ihr daran so einen großen Spaß macht.

Wir beim PsychCast konnten viel von Sinas Bericht lernen und sind begeistert von der Klarheit, mit der sie uns teilhaben lässt. Vielen Dank für das interessante und mutmachende Gespräch an Sina – und Euch viel Interesse beim Zuhören.

Hier geht es zu unserem Kooperationspartner Blinkist, wo Ihr als Hörer des PsychCast derzeit 25% auf das Jahresabo Blinkist Premium erhaltet.

PC089 Forensik

Wir besuchen die Ärztin Janna, die in der Forensischen Abteilung der LVR Klinik Köln arbeitet und werfen einen Blick über die Mauern. Jana berichtet uns, wie eine Behandlung in der Forensik typischerweise aussieht, was es mit den Lockerungen auf sich hat und wie Forensische Rehabilitation und Nachsorge funktionieren.

PC088 Lügen und betrügen (Jan Sturmsohn, Opfer des Mäusebussards)

In der 88. Ausgabe des PsychCasts sprechen wir über das Lügen und Betrügen und über den Umgang damit im professionellen psychotherapeutischen Raum und im Alltag. (Lügen sollte man übrigens immer nah an der Realität.)

Links zur Show:
abhören medizinpodcast
Faking Hitler Podcast
Grundrechte Quartett

500.000 Downloads des PsychCast erreicht

Kurzmitteilung

500.000 Downloads des PsychCast erreicht

Wir verkünden feierlich, dass wir heute den 500.000sten Download einer PsychCast-Episode mit Euch feiern. Danke! Auf die nächste halbe Million… Aus allen Kommentaren unter diesem Post verlosen wir jeweils ein Buch Psychopharmakologie griffbereit von Jan und Berufseinstieg Arzt von Alex. LG, Alex&Jan

PC085 Dr. Yael Adler - wie lerne ich, meinen Körper zu lieben?

In der 85. Ausgabe des PsychCast haben wir Dr. Yael Adler als Gast. Alexander spricht mit der bekannten Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Tabu-Expertin und Bestsellerautorin über Vitamin D, Milch, Psychosomatik, Ästhetische Chirurgie, Botox, Bindung, Spiegelneuronen, zerspritzte Hautarztgesichter, Pornos, Ekel-Toiletten, das Schnarchen, Füße, Peinlichkeiten beim Arzt, Penisse, Vulven, das Pupsen, wie man sich lieben lernt, vieles andere und darüber, warum weniger oft mehr ist.

Die Bücher unseres Gastes Yael findet Ihr hier (Links zu Amazon):

Außerdem ist Yael hier zu finden:

Hier geht es entlang zu unserem Partner BLINKIST – Ihr erhaltet derzeit 25% auf das Jahresabo. In nur 15 Minuten lernt Ihr so die Kernaussagen aktueller Sachbücher kennen!

Lieben Dank und Gruß an den PsychCast-FREUNDESKREIS.

Viel Spaß beim Hören dieser Episode.

PC082 Breaking News: Update zur Reform der nicht-ärztlichen Psychotherapeutenausbildung

Am vergangenen Mittwoch hat das Kabinett dem Gesetzesentwurf zur Reform der psychologischen Psychotherapeutenausbildung zugestimmt. Wir hatten in der viel diskutierten Folge PC079 über den damaligen Stand, den Referentenentwurf zu diesem Gesetz, gesprochen. In der nun verabschiedeten Version bleibt es bei einem Direktstudium, auch die gesicherte Finanzierung des PiA Zeit bleibt, es gibt zum Glück aber drei Änderungen, die wesentliche Kritikpunkte am Entwurf aufnehmen.

  • Es wird keinen Modellstudiengang “Psychopharmakologie” geben
  • Die Berufsbezeichnung “Psychotherapeut” darf weiterhin auch von anderen Berufsgruppen, die nicht den Direktstudiengang absolviert haben, verwendet werden, Ärzte dürfen dann “Ärztlicher Psychotherapeut” oder einfach “Psychotherapeut” heißen
  • Die somatische Konsiluntersuchung vor Beginn einer Psychotherapie bleibt weiterhin verpflichtend.

Das sind sehr vernünftige und erfreuliche Änderungen des Gesetzesvorhabens. Damit kann man leben…

Schließlich stellen wir ein Missverständnis klar, dass sich auf Twitter breit gemacht hat: Wir vom PsychCast glauben nicht, dass Ärzte unbedingt die besseren Psychotherapeuten sind und wollten Psychologische Psychotherapeuten niemals irgendwie in ihrer Kompetenz herabwürdigen.

Hört euch unsere 15-minütige Breaking-News Folge unbedingt an!

PC080 Notfallmedizin mit Philipp von Nerdfallmedizin

Im 80. PsychCast haben wir Philipp von den großartigen Nerdfallmedizinern bei uns zu Gast. Wir sprechen über die im Rettungsdienst am häufigsten anzutreffenden psychiatrischen Notfälle, namentlich Intoxikationen, Suizidalität und akute Psychosen. Außerdem sprechen wir über die Schnittstellen zwischen der Psychiatrie und der Notfallmedizin.

Vielen Dank für die Unterstützung von Blinkist. Aktuell erhalten PsychCast-Hörer 25 % Rabatt auf das Jahresabo. Klick einfach hier.

PC079 NEIN zum geplanten nicht-medizinischen Versorgungssystem für die Seele!

Aufgrund der drohenden Gefährdung für Patientinnen und Patienten haben wir als Podcast für Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik uns entschieden, zum vorliegenden Referentenentwurf für das so genannte Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz Stellung zu beziehen.

Das Bundesministerium für Gesundheit plant derzeit ein Gesetzt, mit dem ein tiefgreifender Wandel in der Versorgung und Behandlung psychischer Erkrankungen beginnen würde. Um sich Psychotherapeut nennen zu dürfen, bräuchte man dann keine Psychotherapie-Ausbildung mit Ausbildungstherapien, Supervision und Selbsterfahrung mehr. Es gäbe ein Bachelor- und Masterstudium, das zwar mit dem Titel “approbierter Psychotherapeut” abschließen würde, jedoch nicht zur psychotherapeutischen Behandlung qualifizieren würde. Aber ein Bißchen Versorgung, ein bißchen Reden, sozusagen eine “Grundversorgung psychisch Kranker” wäre möglich. Ebenso soll erprobt werden, dann von diesem neuen “Psychotherapeuten” auch Medikamente verordnen zu lassen, damit die Patienten dann nicht extra nochmal zum Arzt müssen… Verordnung von hochkomplexen Medikamenten ohne Medizinstudium? Wir sagen NEIN! Und wir greifen eine häufig angeführte Gegenkritik der Befürworter des neuen Gesetztes gleich auf, die da heißt “Ärzte geben ja selber viel zu viele Medikamente und arbeiten nicht sorgsam”. Das gibt es ganz sicher, aber betrifft die meisten Ärzte eben nicht! In unseren beruflichen Umfeldern wird nach dem Medizinstudium und jahrzehntelanger Berufserfahrung sehr differenziert und zurückhaltend mit Medikation umgegangen. (Es gilt dann beim Erlernen der Pharmakologie, wie auch sonst immer: Je mehr man weiß, desto mehr weiß man, was man nicht weiß.)

Der PsychCast lehnt den Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form strikt ab. Eine bessere Vergütung der Psycholog/innen im Praktikum sowie mehr Rechtssicherheit unterstützen wir hingegen.
Leider beinhaltet der Entwurf viel mehr, als nur eine angemessene Vergütung. Hier geht es – teilweise verschleiert, teilweise offen – um das Erreichten eines eigenen “psychologischen Versorgungssystems” für die Seele, das der Medizin gegenüberstehen soll. Das ist vom Ansatz her schon falsch, da die Forschung der letzten 10 Jahre deutlicher denn je zeigt, dass Körper und Seele eins sind, jedes Denken mit Biologie einhergeht. Viel gravierender ist jedoch, dass die erforderlichen Kenntnisse um eine wissenschaftlich fundierte Psychotherapie als Behandlung einer psychischen Erkrankung durchführen zu können, nicht in 4 Semestern Masterstudium vermittelt werden können, von denen eins auf die Masterarbeit entfällt. Das vorherige Bachelor-Studium würde 3 Jahre dauern und wäre offenbar der jetzigen Psychologie sehr ähnlich – soll es nämlich an den Fakultäten unterrichtet werden, in den jetzt Psychologie gelehrt wird.
Weitere Punkte von uns hört Ihr in der Episode – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


Übrigens: Wir schätzen sehr die heutige Kooperation und freundschaftliche Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten, Psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und -therapeuten.
Unsere Vorstellung ist es, an der Diversität der Menschen im Beruf der Psychotherapeutinnen und an der Vielfalt der Qualifikationen festzuhalten!
Tiefgreifende Veränderungen in der Versorgung psychischer und psychosomatischer Krankheiten gehören für uns fachübergreifend, offen und umfangreich diskutiert, bevor solch unabsehbare Veränderungen für die Patientinnen und Patienten umgesetzt werden.

Stellungnahmen zum Weiterlesen:

Bundesärztekammer als Stimme der deutschen Ärzteschaft
Stellungnahme des BDPM
Stellungnahme der DGPPN