Ein neues PsychCast-Psychosomatik-Format: in 10-15 Minuten für unterwegs, heute mit: Was in der Psychotherapie wirklich wirkt, ein möglicher entzündlicher Subtyp der Depression und Long COVID als körperlich-seelisch-soziales Geschehen. Dazu die ärztliche Berufspolitik – vom Deutschen Ärztetag über das GKV-Spargesetz bis zum geplanten Primärversorgungssystem –, die „Reha mit Hund“ aus Wuppertal, ein neues Buch von Nancy McWilliams und die Erinnerung an zwei große Psychosomatiker.
Quellen & Links
- Beziehung schlägt Technik (World Psychiatry): https://doi.org/10.1002/wps.70018
- Mentalisieren (J Psychosom Res): https://doi.org/10.1016/j.jpsychores.2026.112689
- Entzündung & Depression (Am J Psychiatry): https://doi.org/10.1176/appi.ajp.20241115
- Über den Körper / DIT (Frontiers): https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12958057/
- Long COVID – CICT (Rehabilitation Psychology): https://doi.org/10.1037/rep0000626
- Deutscher Ärztetag 2026 (Ärzteblatt): https://www.aerzteblatt.de/aerztetag2026
- DGPM – Honorarkürzungen / „sprechende Medizin“: https://www.dgpm.de/app/uploads/2026/04/PM-Honorarkuerzungen-DGPM.pdf
- BDPM – „GKV-Gesetz deformiert das Gesundheitssystem“: https://www.bdpm-online.de/aktuelles/bdpm-vpk-pressemitteilung-gkv-gesetz-deformiert-das-gesundheitssystem
- GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (Bundestag): https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw24-de-gkv-1181958
- Anhörung Gesundheitsausschuss (Bundestag): https://www.bundestag.de/ausschuesse/gesundheit/anhoerungen/1184692-1184692
- Reha mit Hund (Dr. Becker Klinik Juliana): https://dbkg.de/news/19-neue-zimmer-fuer-die-reha-mit-hund-in-der-dr-becker-klinik-juliana-l8nd9
- McWilliams, „Psychoanalytische Diagnostik“ (Kohlhammer): https://elibrary.kohlhammer.de/book/10.17433/978-3-17-045814-7
- Alexander Mitscherlich (Biografie): https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Mitscherlich
- Georg Groddeck (Ärzteblatt-Würdigung): https://aerzteblatt.de/archiv/161046
Vielen Dank lieber Alex für das spannende Format Psychcast Aktuell.
Das Problem mit dem „Fühlen“ oder allgemein „,die fehlende Verbindung zum Körper“ ist ja grad bei Burn out /Burn on -als chronischer Variante eines der „mehreren bis vielen Probleme die da in nich so janz günstiger Konstellation zusammen kommen.Die ganze Problematik ist wirklich-aus meiner Betroffenensicht im Buch “ Burn on -immer kurz vorm Burnout- beschrieben wo dann auch Körperpsychotherapeutische Verfahren und Tanztherapie etc angewendet werden.Wirklich aufgrund der Erfahrungsberichte insb aus Psychosomatischer Sicht -Prof.Dr.Bert te Wildt -aus den eigenen Behandlungserfahrungen in der psychosomatischen Klinik Kloster Dießen.
In 2024 kam ja der Teil “ Iss deine Psyche gesund“ von Ernährungsdoc Matthias Riedl raus was ich mir natürlich gleich mal zugelegt habe -so dass ich da eine ganze Reihe der Ernährungsdocs- Bücher samt den antientzündlichen Rezepten habe.
Deshalb würde ich -Burn on seit 2022/23 auch das ganz genau so bestätigen dass es bei Erschöpfungserkrankungen da schon über Ernährung und Körperpsychotherapie ein sehr zielführender Ansatz ist plus Psychoedukation kann da schon sehr effektiv in Kombination sein.Insofern wäre da “ Lernen durch best practise -Beispiele“ schon zielführend.So wie ich gelernt habe sind Entzündungen wohl auch Migräne-auslösend?
Ich möchte gern den Themenkomplex Burnout/Chronische Erschöpfung als Dritter Stufe der Stressreaktion vorschlagen bis hin zu CFS.Da finde ich es grad bei Rezidiven auch wirklich wichtig auch in Richtung ADHS& Autismus bzw der Kombination AuDHS zu schauen.
In ihrem Buch Energy! beschreibt Dr.Anne Fleck auch die Erschöpfung der Nebennieren mit einem einfach durchzuführenden Pupillentest der schnell und wiederholt ausgeführt Auskunft erteilen kann, wie stark die chronische Erschöpfung inkl Muskelschwäche schon fortgeschritten ist.
Da ich mittlerweile ziemlich belesen und Expertin in eigener Sache bin,ist das natürlich grad in Kooperation mit meinem Hausarzt aber auch in der Reha hatte ich das Problem- Rehaklinik mit Schwerpunkt Stressmedizin,aber leider ohne Fachkenntnisse zu ADHS& Autismus-zu wissen durch ziemlich viel Lesen,was auch ziemlich schwierig sein kann in der Beziehung zu Behandlern -Stichwort „Kassandra-Effekt“.
Long Covid finde ich wäre auch ein super interessantes Thema-auf Reha habe ich eine Mit-Rehabilitantin kennengelernt mit Long Covid.
Wobei ich auch da wichtig fände mal nach den Umständen zu schauen ob ggf auch dahinter sich ADHS oder Autismus verbergen könnte.
Brainfog kenne ich-was mir eine Mit-Rehabilitantin mit Migräne bestätigt hat-dass der entweder bei Migräne-Wetter auftritt oder begleitend zu Migräne &Kopfschmerzen.
Deswegen finde ich grad Austausch in Reha oder Gruppen zu verschiedenen Krankheiten super hilfreich.Noch besser wäre natürlich eine Gruppe zu “ Burnout & chronische Erschöpfung;)mit allem oben beschrieben;)Denn nicht für alle ist eine psychosomatische Reha oder Teilstationär das Richtige – z.B. Selbstständige -und es wäre stattdessen langfristig besser mal eine Zeit lang generell einen oder 2 Gänge runterzuschalten oder pro Woche 1 oder 2 Reha-Tage „einzulegen“ statt 5 Wochen Reha am Stück was viel Vorbereitung und Nachbearbeitung erfordert was bei einigen Berufen schlichtweg nicht geht.Da wünsche ich mir flexibele Modellversuche.Die auch vorbeugend eher langfristig Kosten sparen.
Was ich ehrlich gesagt auch nicht verstehe ist dass für Physiotherapie etc zugezahlt wird aber bei Psychotherapie nicht.Ich sehe das so dass die Stundenkontingente z.B herunter zu setzen wie 22 statt 25 h oder generell wie schon mal vorgeschlagen “ Pakete“ inkl verschiedener Indikationen über 5 h /10//20/30 h etc und /oder Zuzahlung ja auch eine Option sein könnten.
Aber da lt OECD Deutschland ja ohnehin bei politischer Mitbestimmung ja ziemlich weit hinten liegt….
Eigentlich hatte ich große Hoffnung auf das DZPG und die trialogischen Standorträte z.B in Berlin gesetzt weil Forschung wie ja in anderen Ländern längst üblich im Dialog mit den Betreuer erfolgen soll.Da gabs ja mal eine Themenabstimmung.Kurzum warum fragt man nicht auch die Bedürfnisse und Vorstellungen der Krankenversicherten ab über die KVs?Klar wer selbst zahlt,ist da entsprechend Flexibel wenn er z.B ein Konsil wegen z B. chronischer Erschöpfung bei einem Psychosomatischen Arzt aufsucht.Gerade bei Burnout sehe ich eines der Gebiete überhaupt,wo gerade eine Überweisung für psychosomatische Medizin besonders indiziert wäre, s.o.
Mir geht’s nicht um das Kürzen zulasten der Versorgung-wenn Verlängerung angezeigt ist soll sie erfolgen -sondern eher darum wenn es einen Engpass in der Versorgung gibt,eher mehr Menschen eine kürzere Therapie zu ermöglichen.
Wenn Personen so kommen wie Du in Deinem letzten Podcast erwähntes “ ich wollte immer schon eine Therapie machen“ -wäre es natürlich nach vorheriger persönlicher Beratung schon sinnvoll dass die Hausärzte ebenso selbstverständlich je nach Indikation gezielt an psychologischen Psychotherapeuten oder Psychiater oder an Psychosomatiker überweisen.Ich nehme am Hausaztmodell selbst teil und hätte damit überhaupt gar keine Probleme wenn dadurch die besonders dringenden Patienten priorisiert einen Therapieplatz erhalten.
Mich erschrickt sehr der um sich greifende Sozialdarwinismus,den unser System zudem auch noch aufrecht erhält und verstärkt-Stichwort Erfolgsorientierung statt wie bisher Leistungsorientierung.Zumal auch dazu es ja Forschung gibt,dass Arbeitslosigkeit auch Depressionen verursachen kann wenn den Personen keine -Betonung auf Sinnvolle!- Erwerbs-Tätigkeiten die auf eventuelle Einschränkungen Rücksicht nimmt,angeboten werden können.Bullshitjobs sind auch ein riesiges Problem.
Checklisten zur Diagnose sind problematisch -wie z.B. die Symptomchecks der Hello Better App -Burnout oder Stress.Weil gerade bei Depression oder Angst die Symptome auch vorschnell zu falschen Diagnosen führen können-sie sollten immer im persönlichen Gespräch ausgewertet werden um Differenzialdiagnosen durchzuführen.Wenn da irgend ein Fragebogen oder gar noch eine KI entscheidet hat das sehr was von Frankensteins Monster (KI).Allzu viel auf KI da zu geben wäre ja schon fast eine Hybris eine sehr gefährliche Anmaßung sondergleichen.Die starke Checklisten-Gläubigkeit kann auch wie bei den 14-täglichen Symptomchecks auch Probleme verstärken statt an der Besserung zu arbeiten-also bloß nicht überbewerten-weder durch Patient noch durch den Therapeuten!-