In dieser Folge treffen sich Jan (Psychiatrie & Psychopharmakologie) und ich, Alex (Psychosomatik) zu einem ausführlichen Austausch über das, das viele Ärztinnen und Ärzte beschäftigt: Wie funktioniert eine Niederlassung wirklich? Ich habe vor eineinhalb Jahren meine Praxis gestartet und erzähle hier ehrlich und praktisch, wie es lief — von der Bewerbung über Quotensitze, Immobiliensuche, Technik-Setup bis zum Praxisalltag mit Gruppenpsychotherapie.
Wir sprechen über:
- Die Quotensitze-Strategie (Alternative zur Praxisübernahme)
- Der Zulassungsausschuss und der gesamte Bewerbungsprozess
- Immobilien & Infrastruktur – was kostet wirklich? Was ist Must-have?
- Praxisgemeinschaft mit Kollegin – wie man sich räume teilt und Kosten spart
- Alltag: Gruppenpsychotherapie vs. Einzeltherapie – Alex‘ Erfahrungen
- 85 % Patienten, 15 % Bürokratie – wie es sich anfühlt
- Vor- und Nachteile – Freiheit, aber auch echte Herausforderungen
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Genau zu diesem Thema habe ich mit meiner Kollegin und erfahrenen Dozentin Dr. Andrea Riedl einen praktischen Videokurs gemacht. Er führt dich systematisch durch alle Hürden, Tipps und Entscheidungsfragen — damit du nicht überrascht wirst.
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Ausführliches Interview mit uns im Magazin BERLINER ÄRZT:INNEN:
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Viel Spaß beim Hören!
Hallo Alex und Jan,
weil ich grad auch den Kommentar zu krank sein -Patient werden geschrieben habe und selbst aufgrund von eher für wohl schon mittelschwere Depression von meinem Coach gehalten-ich stelle mir das als ziemlich aus Patientensicht drastisch vor dann plötzlich gesagt zu bekommen dass ich in die Klinik -insbesondere wenn es dann noch die geschützte Station sein soll- ich hätte es wahrscheinlich nicht mal gebraucht und im Nachhinein hätte ich das auch nicht getan- da habe ich jetzt mit meinem Hausarzt im letzten Jahr eine Abmachung dass ich erwarte dass ich auch von ihm eine klare Empfehlung komme – auch mit meiner Psychiaterin habe ich schon drüber gesprochen – dass ich mir erstens vorher eine Klinik aussuchen würde -was aber sicher bei dringenden psychiatrischen Notfällen nicht funktioniert- z.B schweren Depressionen oder Psychosen oder Suizidalität.Das wäre auch die Frage: an 1 oder 2 möglichen Beispielen die so vorkommen können: wann wäre die klare Anweisung ggf sogar,,sich direkt in die nächste Klinik zu begeben.Wobei ich mir wenn sich Patient damit vorher noch nicht so beschäftigt hat, ggf die Psychosomatische Station-insbesondere teilstationär -sich ggf noch nicht mal so subjektiv “ bedrohlich“ anhört-ich glaube da hört sich mit den entsprechenden Vorstellungen sich eine Überweisung in Psychiatrie weit gefährlicher an.Sicher fragst Du Dich da auch warum die Leute nicht direkt in die Klinik gegangen sind.Werden vielleicht auch die Klassischen Fragen in den Empfehlungen für teilstationär sein: Selbstversorgung gesichert,Eigengefährdung etc.
Wäre dann auch noch die Frage wenn der Patient diskutiert und die Erfordernis nicht sieht.Kann ja ggf bei eher mittelschweren in Richtung schweren Depressionen schon mal der Fall sein.
Im Fall einer Erschöpfungsbedingten sich über schon mehrere Jahre ziehenden chronischen Depressionen habe ich mittlerweile Erfahrung jedenfalls glaube ich gut einzuschätzen und mich mich in sicherem Abstand zur absoluten Erschöpfung zu halten was ja auch eine Kompetenz sein kann zu wissen wann es kritisch wird und man besser mal 2- 3 Gänge zurück schaltet um den Fall der Fälle gar nicht erst aufkommen zu lassen weil die Barrieren und befürchteten Hürden bei ASS ja doch nochmal andere sind weil ich da grad auf dem Land nicht unbedingt davon ausgehen kann dass sich damit jemand auskennt -Stichwort autistscher Burnout.Da wiegen auch schlechte Erfahrungen die man mal gemacht hat nochmal schwerer.
Auf jeden Fall vielen Dank für Eure super interessanten Einblicke hinter die Kulissen.
Eine Frage die noch interessant ist die Terminvergabepriorisierung -Du nanntest ja das Stichwort „Lotsenfunktion“ im Rahmen der Sprechstunde -dass ja dann der Anteil von Weiterüberweisungen ganz schön hoch ist oder falsche Vorstellungen über Psychotherapie beim Patienten bestehen.
Heißt die Leute wollen erstmal Termin bei Psychotherapeut und wenn die psychologischen Psychotherapeuten dann keine Termine frei gegeben haben “ landen die dann „automatisch“ erstmal bei Dir?
Wie oft kommen tatsächlich zielgerichtete Überweisungen wo die Patienten tatsächlich schon direkt für Psychosomatik ggf sogar vom Hausarzt überwiesen wurden- ggf sogar mit Zusatz dringend“ bei Dir an?
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie nicht so mit diesem- „Da will ich nicht hin“- Denken belegt ist, im Vergleich zum sich im allg Denken vielleicht verbreiteten “ Bild vom Psychiater“?Umso wichtiger ist auch hier nochmal wieder Aufklärung wie über Euren Podcast.Wobei Psychiatrie vielleicht in der Großstadt noch eher weniger “ stigmatisiert“ ist als in kleineren und kleinen Städten wobei ich mir unlängst auch da erzählen ließ dass kaum Termine zu bekommen sind.
Bei Depression -ggf. sogar mit psychosomstischen Beschwerden- wäre ja theoretisch auch beides möglich-Psychosomatik oder Psychiatrie.
Wie sind anteilig dann die Patienten, die bei Dir ankommen schon informiert was genau ein Psychosomatiker macht?
Vermutlich ist da grad bei den Hausärzten noch viel „Aufklärungsarbeit“ über Psychosomatik zu leisten?