In der 91. Ausgabe des PsychCast haben Jan und Alex quality-time und zwar zusammen mit Euch, denn wir beantworten einige Eurer Hörer-Fragen.
2 kurze Shownotes:
Arzt vom Hausärzteverband in Bayern spricht über Merkel
Ärzteblatt-Artikel über Abbruch einer Psychotherapie
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Danke für Eure Unterstützung und viel Spaß beim Zuhören!
Ich wäre auch als Betroffene sehr an dem Thema Ptbs und Dissoziation
Vielleicht schafft ihr es doch als Podcast …
Danke Danke Danke
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Therapeuten auf jeden Fall die Therapie abbrechen können. Meine letzten drei Therapeutinnen haben das getan, da sie weggegzogen sind. Daran sieht man, dass man als Privatpatient auch Nachteile haben kann. Neben persönlichen und familiären Gründen, war der ausschlaggebende Grund nämlich auch endlich einen Kassensitz bekommen zu haben.
Ich habe zwar immer einen Anschlusstherapieplatz bekommen, aber sowas zweimal hintereinander innerhalb weniger Monate zu machen ist jetzt dem Therapieerfolg nicht zuträglich.
Desweiteren hat mir eine dieser Therapeutinnen angedroht die Therapie abzubrechen, da ich mich geweigert habe stationär zu gehen. Soweit ist es jedoch nicht gekommen, da sie dann verzogen ist.
Ich nehme das nicht persönlich und respektiere die Entscheidung meiner ehemaligen Therapeutinnen. Meine Erfahrung zeigt halt, das das mit der Kontinuität in einer Behandlung eine schwierige Sache ist. Ich gehe auch davon aus das ich ein Extremfall bin. Auf meiner momentanen Therapeutensuche hat zumindest noch kein Therapeut soetwas erlebt.
Ich finde das interessant was Du schreibst dass Dir die Therapeutin übel genommen hat dass Du nicht eine Stationäre Behandlung angetreten hast.Auch mir wurde eine solche mal empfohlen-allerdings war bei mir das Verhältnis das eines Coachings und mein Coach wollte mich während seines Sommerurlaubs gut versorgt wissen,ebenfalls wegen Burnout.
Nachträglich stelle ich fest dass mir die 5 Wochen Tagesklinik in einer Klinik im Ländlichen nicht so richtig was brachte.Lesen und Ruhe sowie Arbeitszeit reduzieren hätte auch gereicht.Mit meiner Bezugstherapeutin kam ich gar nicht klar.Auch so Themen wie Transparenz etc waren da eher nicht so ausgeprägt.
Von den Coach habe jedenfalls ich mich dann später ziemlich kurzfristig getrennt.
Hat alles sein für und wider,einerseits eine Freiheit und die Möglichkeit jederzeit Coaching etc graf bei privater Zahlung kündigen zu können.Abgesehen davon kann die ländliche Versorgung so sein dass nicht mal Termine frei sind oder man merkt es funktioniert nicht -dann finde ich aber zumindest Ehrlichkeit und Transparenz wichtig,darüber zu sprechen.Mein erster Kassen-therapieversuch endete nach der zweiten probatorischen Sitzung und ich empfand die Therapeutin da auch ziemlich unfreundlich sie könne nichts für mich tun.
Jedenfalls ein solches Machtgefälle finde ich heute eher unangemessen&unangebracht -es sollte so viel Vertrauen doch da sein ,die verschiedenen Positionen vernünftig erörtern zu können.Wenn das nicht funktioniert sollte man sich sowieso trennen weil Macht &Vertrauen sich ausschließen.Vertrauen setzt aus meiner Sicht Transparenz und Augenhöhe zwingend voraus und Mitbestimmung sowieso.Zwangsbehandlung geht sowieso nicht zumal Du sicher Deine Gründe gegen Stationär hattest.Ich hoffe dass Du in Folge mehr Glück mit Deinen Therapeuten hattest.
„Übermedien“ haben auch drüber geschrieben, dass Journalisten über Merkels Zittern spekulieren. Da kam jemand im Kommentarbereich hinzu, der wohl zu viel übers Zittern gelesen hat, auch etwas Fremdsprachiges. Er war extrem überzeugt, dass sie Tavor nimmt und das Zittern ihre Nebenwirkung ist. Für ihn gibt es keine andere Lösung. Es ist so skurril, wenn Leute spekulieren, weil jeder weiß, dass es alles und nichts sein kann und die Spekulation gar nichts bringt.
Wenn Ärzte Ferndiagnosen machen, ist es natürlich heftiger, weil die Leser/Hörer/Zuschauer es oft so verstehen, dass es schon bewiesen wäre und es nichts anderes sein kann.
Ein interessantes Psychcast-Thema wäre „Nähe und Distanz zwischen Patient und Therapeut“, weil eine Psychotherapie doch ein sehr ungewöhnliches Konstrukt einer (einerseits sehr intimen, andererseits distanzierten) zwischenmenschlichen Beziehung auf Zeit ist, die eine unnatürliche Schieflage mit sich bringt. Wie gehen die beiden Seiten richtig damit um, wo sind die Grenzen, wie wird so eine Beziehung angemessen geknüpft und wieder gelöst, ohne den Behandlungserfolg zu gefährden? Wie geht man z.B. mit Diskretion gegenüber Angehörigen um, wie „geheim“ ist eine Diagnose oder ein Arztbericht gegenüber dem Patienten?
Vielen Dank für den guten Psychcast!
Ja, Schweigepflicht, Aufklärung des Patienten über seine Diagnose (bzw. wie “geheim“ sowas evtl. ist) und die (asymmetrische) therapeutische Beziehung wären sehr interessante, spannende Themen für einen Podcast, falls Ihr mal nach Themen sucht.
Ich möchte kurz meine eigenen Erfahrungen einbringen.
Mehrere Psychotherapeuten haben in Erstgesprächen eine Behandlung für mich abgelehnt. Erklärungen, warum, fanden leider nicht immer statt. Eine Therapeutin meinte, sie könne aufgrund meiner Art und Persönlichkeit nicht mit mir arbeiten. Andere hielten das jeweilige Verfahren nicht für geeignet, gaben aber auch keine Hinweise, wohin ich mich statt dessen wenden könnte. Solche wiederholten Erfahrungen der Ablehnung haben mir definitiv nicht gut getan. Bei der nächsten Ablehnung habe ich mir vorgenommen, noch einmal ganz genau nach den Gründen zu fragen.
Einen Abbruch einer Therapie habe ich auch schon erlebt, damals fing ich eine Ausbildung an. Die Arbeitszeiten waren nicht flexibel, und meine damalige Therapeutin konnte nur vormittags Termine anbieten. So musste die Therapie aufgrund der Umstände abgebrochen werden, und ich erhielt eine zweijährige Sperre von der Krankenkasse. Dies habt ihr leider nicht erwähnt, bei Therapieabbruch kann man zwei Jahre lang keine neue Therapie der selben Fachrichtung beginnen.
Meine Tochter und ich haben nach einem Trauma 2 Therapeutinnen aufgesucht.
Diese haben nun auf eine Barsche Weise uns vor die Türe gesetzt, weil wir 2 Termine absagen mussten. Wir haben frühzeitig Bescheid gegeben!
1. Termin, meine Tochter hatte einen Bandscheibenvorfall und ich habe sie ins Krankenhaus gefahren.
2. Termin, wir hatten einen gemeinsamen Augenarzt Termin auf diesen haben wir 2 Monate warten müssen. Alles korrekt abgesagt.
Desweiteren bekamen wir ständig Mails und Anrufe wie dringend es ist die Termine einzuhalten und das ich die Zuzahlung nicht vergessen sollte! Am Ende des Heilverfahrens wird bezahlt und nicht mittendrin.
Gestern kam eine neue Email, dass wir nicht mehr erwünscht wären.
Ich schließe mich dem an,mit Kasse und überhaupt Termin bekommen habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht.Mit meiner Bezugstherapeutin in einer Tagesklinik „im Hinterland“ gleichfalls.
Wie damit umgehen wenn man mit der zugeteilten Bezugstherapeutin absolut nicht klar kommt?Meine war dann zum Glück irgendwann im Urlaub und ich habe ihr auch klar gesagt dass mich ihre Art und Weise sehr wütend macht und mir die Therapie nichts bringt aufgrund ihres stark verhörmäßigen Stils.
Offensichtlich scheinen ja Therapeuten wenig Probleme damit zu haben,Patienten „rauszuwerfen“.Auch nach meiner zweiten Probesitzung wurde ich ziemlich barsch abgewiesen.
Scheinbar und leider scheinen grad die „älteren“ Therapeuten da noch bisschen antiquierte Ansichten zu haben.Das ist traurig denn man kommt ja auch aus Gründen der Verzweiflung zum Therapeuten und hofft um Hilfe.Ich kenne auch aus Reha von Mit-Rehabilitanten einige Fälle wo fiese etwas begründet! -z.B. Unverträglichkeit-ablehnten was die Therapeuten nicht davon abhielt die „autoritäre“ Keule rauszuholen.Wo Ich zuerst Reha zugewiesen bekam fand ich nur eine einzige sehr schlechte Bewertung.
Ja das autoritäre System scheint-auch wenn das teils niemand wahr haben will -in öffentlichen Institutionen wie Rehakliniken der Rentenversicherung weiterhin nach Methoden der 80er Jshre fort zu existieren.
Ich musste auch Einspruch gegen meinen Reha-Bericht einlegen und dieser wurde auf Nachfrage der DRV vehement von der Klinik zurück gewiesen,man sei sich keiner Schuld bewusst.Auch meine Widersprüche direkt an die Rehaklinik wurden barsch abgewiesen.
Ich komme nach zu der Einschätzung dass es nach Therapien grundsätzlich einen Fragebogen seitens der DRV geben sollte-erst recht sollte nachgefragt werden wenn der Klient abbricht.
Es gibt super Gute und nicht so gute -wie überall und in jedem Beruf.
Frage:Wie ist das eigentlich verpflichtet ein Kassensitz zum Besuch von Weiterbildungen -beispielsweise zu den ICD-Novellen?Und ist das ein Posten ähnlich wie im Öffentlichen Dienst der dann „sicher“ ist?Was ich auf jeden Fall feststellen ist,dass es da auch bei den Therapeuten Unterschiede gibt auch in ihrem Verständnis eher „autoritärer“ Strukturen -mit Machtgefälle-mit Expertenhoheit und der Patient soll nicht so viel selbst lesen.
Eine Anmerkung zu der Leserin mit dem Burnout habe ich:
Erstmal hoffe ich dass sie nach dem Burnout wieder normal belastbar ist.
Es gibt echt gute Bücher zu Burnout wie „Das hält keiner bis zur Rente aus“ -Hans Peter Unger &Carola Kleinschmidt.
Noch besser finde ich „Burn on -Immer kurz vorm Burnout“.Timo Schiele und Bert te Wildt.2023 in Dritter Auflage erschienen.Was Die Autoren schreiben ist dass in nicht wenigen Fällen auch ADHS,aber auch Autismus -es gibt auch einen Autistischen Burnout-dahinter stecken kann.
Jüngst erschien ein englischer Fachartikel zu Komorbiditäten mit ADHS: 25-28% mit Depressionen.Aber auch 40% mit ADHS.Wenn also Reizüberflutungszustände immer wieder auftreten und die Konzentration gestört ist-ADHS wie Autismus sind Reizfilterstörungen-sollte da spätestens beim zweiten oder dritten Rückfall bitte unbedingt nach den Ursachen geforscht werden.
Wenn es allerdings dann der zweite oder dritte Rückfall ist und sich zeigt dass Vollzeit zu arbeiten regelmäßig wieder zu Erschöpfungszuständen führt,ist die Konsequenz dass die Arbeitszeit längerfristig reduziert werden sollte.Vor allem aber ist es wichtig sich zu ADHS&Autismus zu informieren.
Ganz wichtig finde ich für alle Burnout-Betroffenen: Macht Euch bitte keine Vorwürfe wenn ihr eine zweite oder dritte Verschlechterung erleidet sondern lernt gut auf Euch und Eueren Körper und Eure Bedürfnisse zu hören.Achtsamkeit &Akzeptanz sind unbedingt wichtig.Und drängt auf weitergehende Differenzialdiagnostik.Die dritte Stufe der 3 Stressphasen ist die der Chronischen Erschöpfung.-Gute ausgewogene Ernährung -Stichwort Mikrobiom -ist auch sehr wichtig.
Eine Anmerkung zu der Leserin mit dem Burnout habe ich:
Erstmal hoffe ich dass sie nach dem Burnout wieder normal belastbar ist.
Es gibt echt gute Bücher zu Burnout wie „Das hält keiner bis zur Rente aus“ -Hans Peter Unger &Carola Kleinschmidt.
Noch besser finde ich „Burn on -Immer kurz vorm Burnout“.Timo Schiele und Bert te Wildt.2023 in Dritter Auflage erschienen.Was Die Autoren schreiben ist dass in nicht wenigen Fällen auch ADHS,aber auch Autismus -es gibt auch einen Autistischen Burnout-dahinter stecken kann.
Jüngst erschien ein englischer Fachartikel zu Komorbiditäten mit ADHS: 25-28% mit Depressionen.Aber auch 40% mit ADHS.Wenn also Reizüberflutungszustände immer wieder auftreten und die Konzentration gestört ist-ADHS wie Autismus sind Reizfilterstörungen-sollte da spätestens beim zweiten oder dritten Rückfall bitte unbedingt nach den Ursachen geforscht werden.
Wenn es allerdings dann der zweite oder dritte Rückfall ist und sich zeigt dass Vollzeit zu arbeiten regelmäßig wieder zu Erschöpfungszuständen führt,ist die Konsequenz dass die Arbeitszeit längerfristig reduziert werden sollte.Vor allem aber ist es wichtig sich zu ADHS&Autismus zu informieren.
Ganz wichtig finde ich für alle Burnout-Betroffenen: Macht Euch bitte keine Vorwürfe wenn ihr eine zweite oder dritte Verschlechterung erleidet sondern lernt gut auf Euch und Eueren Körper und Eure Bedürfnisse zu hören.Achtsamkeit &Akzeptanz sind unbedingt wichtig.Und drängt auf weitergehende Differenzialdiagnostik.Die dritte Stufe der 3 Stressphasen ist die der Chronischen Erschöpfung.-Gute ausgewogene Ernährung -Stichwort Mikrobiom -ist auch sehr wichtig.
zu den Komorbiditäten ADHS&Autismus 40%