Unser Technik Workflow

Wir vom PsychCast-Team haben uns mit einiger Web-Recherche und einigem trial-and-error die grundlegenden Fähigkeiten angeeignet, die wir zum podcasten verwenden. Da ist zwar sicher noch viel Luft nach oben, aber in der Regel klappt die Technik schon ganz gut. Für diejenigen von Euch, die wissen wollen, wie wir das technisch machen, haben wir es hier mal aufgeschrieben:

Aktuell:

Hardware

Software

Veraltet:

Gadgets

An Hardware verwenden wir:

On Air

Das eigentliche Gespräch führen wir über Skype. Außer einer stabilen Internet-Verbindungen setzt Skype nichts weiter voraus und verursacht keine Kosten. Es funktioniert zumeist recht zuverlässig, aber die Tonqualität kann schwanken.

– Single Ender
Zum Aufnehmen des Tones kann man verschiedene Programme verwenden. Recht beliebt bei podcastern scheint der CallRecorder für Skype zu sein. Nimmt man den Ton so auf, hat man aber ein gewisses Qualitäts-Problem. Denn man nimmt nur von einem Gesprächspartner den Ton direkt von dessen Mikrofon auf; den Ton des entfernten Partners nimmt man durch die Skype-Leitung auf, was zu Aussetzern, Verzerrungen und einer deutlichen Minderung der Tonqualität führen kann.

– Double Ender
Daher verwenden die meisten Podcaster lieber die „double-ender“-Technik. Dabei führt man das Gespräch zwar über Skype, und man kann dieses Skype-Gespräch auch zur Sicherheit wie oben beschrieben aufzeichnen.

Aber zusätzlich nehmen beide Gesprächspartner noch nur den eigenen, über das eigene Mikrofon aufgezeichneten Ton auf. Zum Aufnehmen am Mac kann man zum Beispiel Piezo verwenden oder einfach den Audiorecorder auf dem Mac. Die Aufnahme sollte in einem unkomprimierten Format wie dem AppleLosslessAudioCodec (.aac) oder als (.wav)-Datei erfolgen. Wir verwenden eine Bitrate von 128 kbps. Man könnte auch 256 kbps wählen, aber das wäre ein bisschen mit Kanonen auf Spatzen geschossen, 128 kbps mono reichen für Sprache wirklich aus. An dieser Stelle will man aber auf jeden Fall noch keine komprimierte Datei aufnehmen, also noch nicht als .mp3 aufnehmen.

Das Audio-Format kann man bei Piezo einstellen (Music, low quality, 128 kbps, aac). Darüber hinaus hat Piezo keine Konfigurationsmöglichkeiten, und daher geht auch nichts schief. Piezo funktioniert sehr verlässlich. Alternativ kann man aber auch einfach mit QuickTime aufzeichnen. Auch unter Windows gibt es genügend kostenlose einfache Audio-Recorder, die es alle tun. Die beiden lokal aufgezeichneten Tonspuren werden später dann weiter verwendet.

Auch wir nehmen das Skype-Telefonat zur Sicherheit mit beiden Tonspuren zusätzlich auf. Dafür verwendet einer von uns statt des CallRecorders aber lieber Audio HighJack 3, das wesentlich mehr Konfigurationsmöglichkeiten bietet.

Nach den Ende der Aufzeichnung laden wir beide unsere lokale Tonspur, mit nur jeweils einem Sprecher, in einen Dropbox-Ordner. Einer von uns hat dann die Aufgabe, die Spuren zusammenzufügen und zu schneiden.

Schnitt

Zum Schneiden am Mac kann man gut entweder GarageBand oder Audacity verwenden. Die einzelnen Schritte sind einfach. Zunächst muss man beide Tonspuren als getrennte Spuren in das Schnittprogramm importieren. Dann muss man sicherstellen, dass beide Spuren synchron sind. Das geht am Einfachsten, wenn beide Sprecher zu Beginn der Aufnahme abwechselnd von 10 heruntergezählt haben. So kann man später beim Zusammenfügen in GarageBand hören und prüfen, dass beide Tonspuren synchron laufen. Dann verbindet man beide Spuren (in Audacity “Spuren synchron halten“ auswählen), damit man beim Schneiden nicht beide Spuren einzeln schneidet, sondern beide gleichzeitig.

Im nächsten Schritt schneidet man den Anfang und das Ende zurecht. Natürlich kann man auch technisch oder inhaltlich verunglückte Stellen aus der Aufzeichnung ausschneiden. Daher muss einer von beiden in der Regel die gesamte Aufneichnung noch mal abhören und ggf. beschneiden.

Danach exportiert man das Ganze wieder in dem gleichen unkomprimierten Format, also als .aac oder .wav Datei.

PostProcessing

Die geschnittene Datei laden wir auf Auphonic hoch. Auphonic verbessert über magische Audio-Algorhythmen die Ton-Qualität hörbar. Insbesondere gleicht es die Lautstärke der beiden Sprecher an und entfernt Störgeräusche. Auch erhöht es die Lautstärke der Aufnahme. Der Export aus Auphonic wird dann als komprimierte Datei eingestellt, also als .mp3, weiterhin mit 128 kbps. Für die weitere Verwendung benötigen wir eine bestimmte Namenskonvention, nämlich pcxxx-name.mp3

Rundfunk

Die PsychCast-Seite ist eine selbst gehostete WordPress Seite, auf der das Podlove Plugin installiert ist. (Das ist übrigens das Teil, das unlängst zu den Problemen geführt hatte, aber der exzellente Support hat es gerichtet…)

Nun müssen noch die Shownotes geschrieben werden, und dann kann man auf „Publish“ drücken.

Fertig ist der Podcast!