PC054 Zwang – Angst – Analität

Im 54. PsychCast haben wir uns vorgenommen über Zwanghaftigkeit und Zwangserkrankungen zu sprechen. Wir streifen die “normalen” Zwangsphänomene, die jeder kennt, sprechen über krankhafte Zwänge und ihre Therapiemöglichkeiten. Es gibt einen Battle zwischen den verhaltenstherapeutischen und psychodynamischen Konzepten, der mit einem 1:1 bei Pawlow gegen Freud ausgeht – hört selber, wer welchen Treffer macht. Warum ein zwanghaft strukturierter Menschen häufig auch als “analer Charakter” beschrieben wird, erfahrt Ihr am Ende der Folge.

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6 Gedanken zu „PC054 Zwang – Angst – Analität

  1. danke, es war gut anschaulich für mich, und, was mir auch sehr gut gefällt, mit dem streiflicht auf den kulturellen hintergrund und ein bißchen philosophischer tiefe

  2. Ich fand die Folge sehr spannend, vielen Dank! Insbesondere die psychischen Ursachen von Zwängen fand ich sehr anschaulich und haben für mich einen neuen Blick auf eine Krankheit bedeutet, die immer mehr als Störungen des Gehirn gesehen werden. Ich als Medizinstudentin finde aber die Entwicklung viel spannender, den Menschen als komplexe Einheit zu sehen und das seelische/psychische wird nie wie die Naturwissenschaft zerlegt werden können. Danke und weiter so!!

  3. Sehr verständlich und umfassend erklärt. Die anale Komponente findet man nicht sehr selten auch im hohen Alter noch, eine gewisse Genugtuung bei manchen, wenn andere die Sch… putzen müssen. Da kommt es oft zu Missverständnissen. Beim zwanghaften Herd ausschalten könnte auch gleichzeitig der unbewusster Wunsch bestehen, die ganze Bude abzufackeln. Ein wirklich sehr spannendes Thema!

  4. Sehr interessant und spannend, danke auch von mir!

    Besonders gefallen hat mir der Vergleich von regelmäßigen Expositionsübungen mit Muskelaufbau. Kontinuierlich mit dem Üben am Ball zu bleiben finde ich nämlich gar nicht so einfach. Da neige ich dann dazu, mir Übungssituationen auszusuchen, die zu leicht sind aus Angst, an die wirklich anstrengenden Themen zu gehen oder ich vergesse das Üben irgendwann im Alltagstrubel, wenn es dann anfängt, mir wieder besser gehen.

    Nachvollziehbar, aber schwierig finde ich die Frage nach der Zeitdauer, die die Zwänge im Alltag in Anspruch nehmen. Wenn man weniger unter nach außen sichtbaren Zwangshandlungen leidet wie Waschen oder Kontrollieren, sondern mehr rein auf mentaler Ebene mit Zwangsgedanken kämpft und zwanghaften Grübeln, ist das schwerer zu messen.

    Lieben Gruß

  5. Die Autoren sollten sich vielleicht etwas besser auf ihre Beiträge vorbereiten.
    Anders als in dem Beitrag berichtet gibt es selbstverständlich Manuale zur Therapie der zwanghaften PK Störung. Den Autoren empfiehlt sich neben einschlägigen Arbeiten von Hutzinger etc. die Literatur von Sachse (Modell der doppelten Handlungsredgulation). Auch hätte man den Unterschied zur Zwangsstörung und der anakastischen PK Störung besser ausarbeiten können.
    Dass die Autoren sich regelmäßig über den Jingle beklagen und ihn dennoch abspielen ist einfach nur peinlich. Entweder spielen und dazu stehen oder weglassen.

  6. Hallo ihr beiden,
    vielen Dank für den tollen Cast.

    @Jan: Der Vergleich mit dem Muskelaufbau ist – wie in so vielen Lebenssituationen – sehr passend. Um nachhaltig Veränderungen zu bewirken, muss man seine Komfortzone (z.B. den Park) verlassen. Da fällt mir auch wieder die Geschichte mit der kalten Limo ein, die nach einer anstrengenden Wanderung in der Berghütte viel besser schmeckt als nach dem kurzen Gang zum heimischen Kühlschrank.

    @Alex: Die Beschreibung der Entscheidungsunfähigkeit des zwanghaften Menschen an der Weggabelung erinnert mich auch an Beppo den Straßenkehrer, der immer nur die nächste Platte im Blick hat. Ich könnte mir vorstellen, dass es il der Therapie genau darum geht, langsam und achtsam einen Schritt zu machen – egal auf welchem Weg – und zu beobachten, wie der Patient damit klar kommt. Ihn zu begleiten, bis er wieder mutiger bzw. von Ängsten befreit voranschreiten kann.

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