PC046 Geld

Pssst! Über Geld spricht man nicht. Also hört lieber rein.

Quelle: Dührssen A. Die biographische Anamnese unter tiefenpsychologischem Aspekt. Stuttgart, Schattauer 2011.

4 Gedanken zu „PC046 Geld

  1. Mich hat neulich ein Endokrinologe angesteckt, der krank in die Sprechstunde gekommen war und mir zur Begrüßung die Hand gegeben hatte. Es war bestes Frühlingswetter, ich hatte mich in diesen Tagen nirgends unterkühlt (dabei erkälte ich mich normalerweise) … und am nächsten Tag dann erhöhte Temperatur und dann Schnupfen.

    Ich habe deswegen eine Veranstaltung verpasst, die ich bereits bezahlt hatte. Sowas ist aber nirgends geregelt … das ist dann das private Pech der Patienten, und ein eventueller Verdienstausfall sowieso. Da die Zeiten der Halbgötter vorbei sind, wird man für solche Fälle auch eine Regelung finden müssen.

  2. Dr. Manfred Spitzer erklärt Ihnen hirnfaktisch, warum Menschen nicht über Geld sprechen (möchten) – und vor allem: was dabei passiert! ab Minute 30 zu hören.
    Beste Grüße Eva Graz

  3. Warum ich nicht so gerne über Geld spreche:
    1. Ich möchte nicht damit angeben, dass ich vielleicht mehr habe als andere. Wenn mich jemand fragt, was etwas gekostet hat, sage ich es meistens. Bei unserer Einbauküche, für die wir 26.000 Euro investiert haben, haben wir beschlossen, niemandem zu sagen, was sie gekostet hat. Wir lieben diese Küche und freuen uns jeden Tag, dass wir sie genau so gekauft haben, aber wir wollen nicht damit protzen.
    2. Eigentlich ist die Frage “Was hat das gekostet?” doch nur interessant, wenn ich überlege, mir das auch zu kaufen. Andernfalls hat diese Frage für mich den Beigeschmack “Warum hast du dafür so viel Geld ausgegeben?” Beispiel: Ich habe jahrelang mit einem Liegedreirad geliebäugelt, habe mich bei einem Preis zwischen 3.000 und 4.000 Euro aber immer wieder gefragt, ob ich es oft genug benutzen würde, dass es sich lohnt. Als ich dann eines Tages heiß verliebt mit einem Liegedreirad nach Hause gekommen bin, war die erste Frage: “Was hat das gekostet?” Das hat mich furchtbar geärgert. Ich hätte lieber die Frage gehört, ob es Spaß macht, damit zu fahren. Das war schließlich viel wichtiger, als eine bestimmte Summe dafür ausgegeben zu haben.

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