PC016 Kinderpsychiatrie und Alternativmedizin: im Gespräch mit Jan Oude-Aost

Wir sprechen in der PsychCast-Folge 16 mit unserem Gast Jan Oude-Aost, der als Arzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie arbeitet und als Skeptiker Mitglied der GWUP ist über den Alltag auf der Kinderstation, ADHS, Ritalin, Doppelblindversuche, Autismus, Placebo, Homöopathie, Chemtrails und noch viel mehr…

Jan Oude-Aost finden Sie u. a. bei Twitter, auf seinem WordPress-Blog und bei YouTube sowie bei Google (dazu geben Sie bitte den Suchbegriff “Jan Oude-Aost” ein und betätigen die Enter-Taste Ihres MacBooks Pro).

Danke an alle für die vorher zugetwitterten Fragen!

3 Gedanken zu „PC016 Kinderpsychiatrie und Alternativmedizin: im Gespräch mit Jan Oude-Aost

  1. Es verwundert mich sehr, dass es sich so anhört als würden die einen Ärzte nur über Behandlung von Erwachsenen Bescheid wissen und die anderen nur über die von unter 18-Jährigen.
    Das fühlt sich für mich schrecklich an, weil ich mir dann vorstelle, dass ein Kind in einer Klinik war und das dann so kennen gelernt hat und dann als Erwachsener muss er/sie wieder ins Krankenhaus und dann kommt auf ihn/sie etwas zu, was vielleicht überhaupt nicht mehr so hilfreich ist, wie das in der Kindheit, weil alles ganz anders ist. Ich weiß nicht, ob ich die Szene, die ich mir vorstelle, nachvollziehbar erklärt hab.

    Ich find das total cool mit dem “Jetzt macht ihn mal heile.” Das sage ich das nächste mal meinem Arzt auch: Mach mich mal heile. 😀
    Echt doof, dass man einige Leiden nicht einfach heile machen kann oder es einfach extrem viel länger dauert oder viel schwieriger ist als man sich das vorher gedacht hat. Wenn man echt sehr leidet und das über lange Zeit und schon sehr verzweifelt ist, wird die Hoffnung ja trotzdem zuletzt sterben und man hofft dann einfach, dass man sich oder jemand oder etwas einen doch noch komplett heile macht.

    • Liebe Mina, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich kann gut verstehen, was Du meinst mit dieser Trennung zwischen Medizin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zu großen Teilen kommt dieser Eindruck sicher auch durch das Interview-Format zustande. Jan und ich befragen den Jan ja, denn wir sind in unserem Podcast natürlich auch Gastgeber (wenn wir denn Gäste haben) und Interviewer und treten mit unseren Haltungen und eigenem Wissen hinter dem Gast zurück – um ihn natürlich voll zur Geltung kommen zu lassen. Und dann ist es natürlich schon etwas seltsam wenn ein Psychiater und ein Psychosomatiker einen Kinder- und Jugendpsychiater interviewen… Zu alledem ist es für uns natürlich auch noch neu, die Rollen des Experten und des Interviewers zu vereinen, deshalb entsteht da manchmal so ein komischer Eindruck vielleicht. …Das ist ja auch das schöne am Podcasten und Ausprobieren. Dazu muss ich noch ergänzen, dass ich ja in der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie arbeite, was eines der wenigen Fächer ist, das prinzipiell alle Altersklassen behandelt… also Menschen über die gesamte Lebensspanne. Nur Kinder und Jugendliche in der Psychosomatik ist auch nochmal sehr anders von den Erkrankungen als auch von der Perspektive als die Akutpsychiatrie für Kinder und Jugendliche, in der Jan Oude-Aost arbeitet.

  2. Moin,
    es gibt schon Möglichkeiten, für einen guten Übergang vom Jugend- in den Erwachsenenbereich zu sorgen, aber da gibt es sicher noch Verbesserungsbedarf.
    Zum einen können junge Erwachsene mit Erlaubnis der Krankenkasse auch über das 18. Lebensjahr hinaus in der KJP bleiben (ich glaube, bis 21, das weiß ich aber nicht sicher).
    Auch gibt es an einigen Kliniken wohl Stationen für Adoleszente (16-25 Jahre), was ich für ein sehr sinnvolles Konzept halte.
    Insgesamt kann man sich sicher mehr Vernetzung wünschen…
    Grüße
    J

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